Weihnachtsbrief 2019 im Pfarrbrief von Sankt Dominikus Datteln

Verfasser Dr. Alfons Nowak

" *** Achtung *** News zur Kenia-Reise 2019 *** von Dr. Alfons Nowak *** unter Berichte / Reiseberichte *** "
Ausschließlich aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf dieser Homepage vorwiegend die männliche Sprachform verwendet. Bei allen männlichen Wortformen sind stets alle Menschen jedweden Geschlechts gemeint.
© www.kakumahilfe.de    2014 - 2019
Kakuma Refugee Camp / Don Bosco Kakuma Flüchtlingshilfe Ostafrika e.V. Kakuma Refugee Camp / Don Bosco Kakuma Flüchtlingshilfe Ostafrika e.V.
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Weihnachtsbrief
Seit   2013   besuche   ich   das   Flüchtlingslager   Kakuma   im   Norden   von   Kenia.   140.000   Menschen   leben   dort.   Seit   2014   besteht   unser   Verein   und   wir fördern   Kinder   im   Alter   von   8   bis   12   Jahren   durch   unser   Savio   Club   Projekt.   Die   Kinder,   es   sind   fast   1.000,   kommen   nachmittags   an   mittlerweile   8 Standorten   zusammen   und   erhalten   Unterricht   in   Englisch,   Kisuaheli,   Mathe,   Hygiene   und   Religion.   Spielen   kommt   nicht   zu   kurz   und   zwischendurch gibt   es   eine   kleine   Mahlzeit,   in   diesem   Jahr   aus   Kostengründen   leider   nur   Kekse.   Ein   große   Wunsch   der   Lehrer   ist,   den   Kindern   wenigstens   mittwochs eine Tüte Milch zu geben. Nach einem Gebet, meistens der Rosenkranz, gehen die Kinder nach Hause, bevor es dunkel wird. Im   Oktober   war   ich   in   Kenia   und   habe   selbst   erleben   können,   wie   sehr   die   Kinder   von   unserem   Projekt   profitieren.   In   ihren   Schulklassen   gehören   sie zu den Besten, sie fallen auf durch ihr höfliches Auftreten, ihre Sprachkenntnisse in Englisch und Kisuaheli. Unser   Fest,   das   wir   jedes   Mal   feiern,   wenn   ich   da   bin,      diesmal   mit   ungefähr   700   Kindern,   war   großartig.   Die   6   Gruppen   aus   Kakuma   waren   zum Zentrum   gelaufen.   Die   zwei   Gruppen   aus   dem   neuen   Lager   Kalobeyei   –   schon   40.000   ist   die   Zahl   der   Flüchtlinge   dort-   konnten   leider   nicht teilnehmen,   der   Weg   war   zu   weit.   Einen   Bus,   um   die   Kinder   heranzufahren,   gibt   es   nicht.   Wolken   schützten   uns   vor   der   Sonne,   sodass   wir   die Vorführungen   vor   der   neu   restaurierten   Kirche   voll   genießen   konnten.   Der   Wechsel   von   Zusehen   und   selber   Spielen   war   gut   geplant.   Essen   an   700 Kinder    zu    verteilen,        kostet    Zeit    und    verlangt    Geduld.    Auch    die    allerletzten    hielten    mit    Bravour    durch.    Schlimmer    war,    dass    wir    einen Wasserrohrbruch   hatten   und   das   Wasser   ausfiel.   Zum   Glück   waren   für   die   durstigen   Kehlen   schon   Bottiche   mit   Limonade   vorbereitet.   Dennoch stürzten sich die Kinder auf uns, wenn wir mit Mineralwasserkübeln angeschleppt kamen. Das   war   der   erfreuliche   Teil   meines   Aufenthaltes   in   Kakuma.   Die   große   Sorge,   die   bestehen   bleiben   wird,   ist   die   um   die   Zukunft   des   Don   Bosco Zentrums   im   Lager.   Am   Tag   vor   meiner   Ankunft   hatte   der   Fluss   wieder   zugeschlagen   und   hatte   die   Schreiner-Werkstatt   zum   Absturz   gebracht. Weitere   Regenfälle   gefährden   die   nächsten   Gebäude,   die   jetzt   direkt   6   Meter   oberhalb   des   Flussbetts   stehen.   Zwei   Ingenieurinnen   aus   Spanien waren    mit    mir    angekommen    und    machten    sich    ein    Bild    von    der    Lage.    Sie    gaben    es    noch    nicht    zu,    aber    auch    sie    waren    ratlos.    Bei    ihren Erkundigungen war eine von ihnen plötzlich bis zur Mitte ihrer Oberschenkel im Morast eigesunken, ein Zeichen, wie weich der Untergrund ist. Zum   Glück   macht   das   neue   Ausbildungszentrum   in   Kakuma   Stadt   gute   Fortschritte.   Hier   sollen   demnächst   Turkana   und   Flüchtlinge   unterrichtet werden.   Fr.   Jose   hält   mich   über   die   Entwicklung   auf   dem   Laufenden.   Ein   neues   Video,   das   er   mir   schickte,   zeigt   wieder   den   Fluss,   wie   er   mit   Gewalt gegen das Don Bosco Zentrum anströmt. Wie wird es ausgehen? Keiner weiß es. Liebe   Freunde,   ich   freue   mich,   wieder   in   Deutschland   zu   sein.   Die   Ordnung,   die   Sauberkeit,   das   funktionierende   öffentliche   Verkehrssystem,   unsere verlässliche   Verwaltung,   unsere   zuverlässige   Polizei,   unser   hervorragendes   Gesundheitssystem…,   all   das   weiß   ich   wieder   hoch   zu   schätzen   und   zu genießen.   Meine   Gedanken,   meine   Gefühle   gehen   aber   immer   wieder   zurück   nach   Kenia,   zu   den   Menschen   dort,   zu   ihrer   Fröhlichkeit,   ihrer Bereitschaft   zu   reden,   zu   scherzen,   sich   Zeit   für   einander   zu   nehmen,   ihrer   Kreativität,   ihrer   Bescheidenheit,   ihrer   Fähigkeit,   unter   schweren Bedingungen nicht aufzugeben. Natürlich   fühle   ich   mich   hoch   verpflichtet,   unser   Projekt,   den   Savio   Club,   weiter   zu   unterstützen.   Es   ist   wirklich   ein   lohnenswertes   Projekt,   für   dessen Erfolg   jedes   Kind,   das   dazu   gehört,   ein   Beweis   ist!   Damit   es   weitergehen   kann,   sind   wir   auf   jeden   von   Euch,   liebe   Freunde,   angewiesen.   Nur   durch   die Spenden,   die   wir   bekommen,   können   wir   die   Lehrer   bezahlen,   die   mit   Begeisterung   arbeitende   Petronilla,   unsere   Leiterin,   und   können   wir   den Kindern eine kleine Erfrischung bieten, wenn möglich eine Tüte Milch pro Woche.
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Seit    2013    besuche    ich    das    Flüchtlingslager    Kakuma    im    Norden    von    Kenia.    140.000 Menschen   leben   dort.   Seit   2014   besteht   unser   Verein   und   wir   fördern   Kinder   im   Alter   von 8   bis   12   Jahren   durch   unser   Savio   Club   Projekt.   Die   Kinder,   es   sind   fast   1.000,   kommen nachmittags   an   mittlerweile   8   Standorten   zusammen   und   erhalten   Unterricht   in   Englisch, Kisuaheli,   Mathe,   Hygiene   und   Religion.   Spielen   kommt   nicht   zu   kurz   und   zwischendurch gibt   es   eine   kleine   Mahlzeit,   in   diesem   Jahr   aus   Kostengründen   leider   nur   Kekse.   Ein   große Wunsch   der   Lehrer   ist,   den   Kindern   wenigstens   mittwochs   eine   Tüte   Milch   zu   geben.   Nach einem   Gebet,   meistens   der   Rosenkranz,   gehen   die   Kinder   nach   Hause,   bevor   es   dunkel wird. Im   Oktober   war   ich   in   Kenia   und   habe   selbst   erleben   können,   wie   sehr   die   Kinder   von unserem   Projekt   profitieren.   In   ihren   Schulklassen   gehören   sie   zu   den   Besten,   sie   fallen auf durch ihr höfliches Auftreten, ihre Sprachkenntnisse in Englisch und Kisuaheli. Unser   Fest,   das   wir   jedes   Mal   feiern,   wenn   ich   da   bin,      diesmal   mit   ungefähr   700   Kindern, war    großartig.    Die    6    Gruppen    aus    Kakuma    waren    zum    Zentrum    gelaufen.    Die    zwei Gruppen   aus   dem   neuen   Lager   Kalobeyei   –   schon   40.000   ist   die   Zahl   der   Flüchtlinge   dort- konnten    leider    nicht    teilnehmen,    der    Weg    war    zu    weit.    Einen    Bus,    um    die    Kinder heranzufahren,    gibt    es    nicht.    Wolken    schützten    uns    vor    der    Sonne,    sodass    wir    die Vorführungen   vor   der   neu   restaurierten   Kirche   voll   genießen   konnten.   Der   Wechsel   von Zusehen   und   selber   Spielen   war   gut   geplant.   Essen   an   700   Kinder   zu   verteilen,      kostet   Zeit und   verlangt   Geduld.   Auch   die   allerletzten   hielten   mit   Bravour   durch.   Schlimmer   war, dass   wir   einen   Wasserrohrbruch   hatten   und   das   Wasser   ausfiel.   Zum   Glück   waren   für   die durstigen   Kehlen   schon   Bottiche   mit   Limonade   vorbereitet.   Dennoch   stürzten   sich   die Kinder auf uns, wenn wir mit Mineralwasserkübeln angeschleppt kamen. Das    war    der    erfreuliche    Teil    meines    Aufenthaltes    in    Kakuma.    Die    große    Sorge,    die bestehen   bleiben   wird,   ist   die   um   die   Zukunft   des   Don   Bosco   Zentrums   im   Lager.   Am   Tag vor    meiner    Ankunft    hatte    der    Fluss    wieder    zugeschlagen    und    hatte    die    Schreiner- Werkstatt   zum   Absturz   gebracht.   Weitere   Regenfälle   gefährden   die   nächsten   Gebäude, die   jetzt   direkt   6   Meter   oberhalb   des   Flussbetts   stehen.   Zwei   Ingenieurinnen   aus   Spanien waren   mit   mir   angekommen   und   machten   sich   ein   Bild   von   der   Lage.   Sie   gaben   es   noch nicht   zu,   aber   auch   sie   waren   ratlos.   Bei   ihren   Erkundigungen   war   eine   von   ihnen   plötzlich bis    zur    Mitte    ihrer    Oberschenkel    im    Morast    eigesunken,    ein    Zeichen,    wie    weich    der Untergrund ist. Zum   Glück   macht   das   neue   Ausbildungszentrum   in   Kakuma   Stadt   gute   Fortschritte.   Hier sollen   demnächst   Turkana   und   Flüchtlinge   unterrichtet   werden.   Fr.   Jose   hält   mich   über die   Entwicklung   auf   dem   Laufenden.   Ein   neues   Video,   das   er   mir   schickte,   zeigt   wieder den    Fluss,    wie    er    mit    Gewalt    gegen    das    Don    Bosco    Zentrum    anströmt.    Wie    wird    es ausgehen? Keiner weiß es. Liebe    Freunde,    ich    freue    mich,    wieder    in    Deutschland    zu    sein.    Die    Ordnung,    die Sauberkeit,      das      funktionierende      öffentliche      Verkehrssystem,      unsere      verlässliche Verwaltung,   unsere   zuverlässige   Polizei,   unser   hervorragendes   Gesundheitssystem…,   all das   weiß   ich   wieder   hoch   zu   schätzen   und   zu   genießen.   Meine   Gedanken,   meine   Gefühle gehen   aber   immer   wieder   zurück   nach   Kenia,   zu   den   Menschen   dort,   zu   ihrer   Fröhlichkeit, ihrer    Bereitschaft    zu    reden,    zu    scherzen,    sich    Zeit    für    einander    zu    nehmen,    ihrer Kreativität,    ihrer    Bescheidenheit,    ihrer    Fähigkeit,    unter    schweren    Bedingungen    nicht aufzugeben. Natürlich    fühle    ich    mich    hoch    verpflichtet,    unser    Projekt,    den    Savio    Club,    weiter    zu unterstützen.   Es   ist   wirklich   ein   lohnenswertes   Projekt,   für   dessen   Erfolg   jedes   Kind,   das dazu   gehört,   ein   Beweis   ist!   Damit   es   weitergehen   kann,   sind   wir   auf   jeden   von   Euch,   liebe Freunde,   angewiesen.   Nur   durch   die   Spenden,   die   wir   bekommen,   können   wir   die   Lehrer bezahlen,   die   mit   Begeisterung   arbeitende   Petronilla,   unsere   Leiterin,   und   können   wir   den Kindern eine kleine Erfrischung bieten, wenn möglich eine Tüte Milch pro Woche.
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